Paukenschlag: US-Regierung zwingt Anthropic, Fable 5 und Mythos 5 abzuschalten
Was niemand kommen sah: Am 12. Juni 2026 erließ die US-Regierung eine Exportkontroll-Anordnung — und Anthropic musste sofort reagieren. Die beiden Spitzenmodelle Fable 5 und Mythos 5 wurden für alle Kunden weltweit abrupt deaktiviert. Kein langsames Auslaufen, keine Übergangsfrist.
Das Wichtigste in Kürze
- Fable 5 + Mythos 5: per Regierungsanordnung gesperrt — sofort, für alle Nutzer.
- Grund: Die US-Regierung beruft sich auf nationale Sicherheit.
- Alle anderen Claude-Modelle bleiben unverändert verfügbar.
- Anthropic befolgt die Anordnung, widerspricht ihr aber öffentlich.
Der Grund: eine angebliche „Sicherheitslücke”
Die Behörden begründen den Schritt mit nationalen Sicherheitsbedenken. Anthropic vermutet, dass eine bestimmte „Jailbreak”-Methode den Ausschlag gab — ausgerechnet eine, die fast banal klingt: das Modell zu bitten, einen Codebase zu lesen und Software-Schwachstellen zu beheben.
Anthropic schlägt zurück
Das Unternehmen folgt der gesetzlichen Anordnung — macht seine Haltung aber unmissverständlich klar:
„Wir befolgen die gesetzliche Anordnung der Regierung und entfernen den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5.”
Gleichzeitig argumentiert Anthropic: Diese Fähigkeiten seien bei anderen Modellen längst frei verfügbar und würden täglich von Sicherheitsexperten genutzt. Die gefundene Lücke sei eng begrenzt, nicht universell — die Maßnahme intransparent und technisch nicht gerechtfertigt.
Warum das die ganze Branche betrifft
Der Fall ist ein Präzedenzfall: Wenn eine Behörde leistungsfähige KI-Modelle per Anordnung über Nacht abschalten kann, stellt sich die Frage nach Planbarkeit und Verfügbarkeit für jedes Unternehmen, das auf Frontier-Modelle setzt. Für Anwender heißt das: Modell-Abhängigkeiten kritisch prüfen und Ausweich-Optionen einplanen.
Quelle: Anthropic — Statement zur US-Regierungsanordnung, 12. Juni 2026.